Geschichte der Stadtteilfeuerwehr Kleinröhrsdorf

Der organisierte Brandschutz in Kleinröhrsdorf basiert auf einer langen Entwicklung, die von der historischen Pflichtfeuerwehr bis zur heutigen Einbindung in die Stadtfeuerwehr Großröhrsdorf reicht.

1768 bis 1933: Von der Pflichtfeuerwehr zur Vereinsgründung

  • 1768: Erste urkundliche Erwähnung einer organisierten Pflichtfeuerwehr im Ort. Der Brandschutz war zu dieser Zeit eine gesetzliche Verpflichtung für die männlichen Einwohner des Dorfes. Die Ausrüstung bestand im Wesentlichen aus einfachen Handdruckspritzen und Löscheimern.
  • 1933: Offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinröhrsdorf. Damit wurde der Brandschutz von einer verpflichtenden Aufgabe in eine freiwillige, strukturierte Feuerwehr überführt.

1993 bis heute: Modernisierung und Strukturwandel

  • 1993: Gründung der Jugendfeuerwehr Kleinröhrsdorf zur Sicherung des personellen Nachwuchses der aktiven Wehr.
  • 2006: Im Zuge der Gemeindeeingemeindung wurden die bis dahin eigenständigen Feuerwehren Großröhrsdorf und Kleinröhrsdorf zur gemeinsamen Stadtfeuerwehr Großröhrsdorf zusammengeschlossen. Kleinröhrsdorf agiert seitdem als eigenständige Stadtteilfeuerwehr innerhalb dieser Struktur.
  • 2019: Mit insgesamt 25 Alarmierungen verzeichnete die Ortsfeuerwehr das statistisch einsatzreichste Jahr seit ihrem Bestehen. Hauptgründe waren die Zunahme von automatischen Brandmeldeanlagen sowie wetterbedingte Einsätze nach Unwetterlagen.

Aktueller Status

Heute sichert die Stadtteilfeuerwehr Kleinröhrsdorf mit einer aktiven Einsatzabteilung von 21 Kameradinnen und Kameraden den Brandschutz und die technische Hilfeleistung im Ortsteil sowie im gesamten Stadtgebiet ab. Die Ausbildung erfolgt im festen 14-Tage-Rhythmus, um den gestiegenen technischen Anforderungen moderner Einsätze gerecht zu werden.