Am 7. Februar 2026 traf sich die Stadtteilfeuerwehr Großröhrsdorf in der Festhalle, um im Rahmen ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung gemeinsam auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurückzublicken.

Wie bereits in den Vorjahren eröffnete Stadtteilwehrleiter Peter Ansorge um 18 Uhr die Veranstaltung und begann mit dem ersten Rechenschaftsbericht des Abends. Mit lobenden, aber auch mahnenden Worten stellte er die Themen Kameradschaft und Gemeinschaft in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang ging er unter anderem auf das Oktoberfest 2025 ein, das erstmals unter der Federführung des Fördervereins organisiert wurde und auf durchweg positive Resonanz stieß.

Auch Zahlen durften nicht fehlen: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Stadtteilfeuerwehr Großröhrsdorf insgesamt 78 Mitglieder. Davon gehören 43 der aktiven Einsatzabteilung an, 18 der Alters- und Ehrenabteilung sowie 16 der Jugendfeuerwehr. Die passive Abteilung bestand aus einem Mitglied.

Mit insgesamt 78 Einsätzen stieg die Zahl der geleisteten Einsatzstunden im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1.440 Stunden. Einschließlich Ausbildungsdiensten und weiterer Aufgaben summierten sich die im Feuerwehrdienst erbrachten Arbeitsstunden auf insgesamt 6.332 Stunden. Ein erheblicher Teil dieser Stunden entfiel auf allgemeine Tätigkeiten wie Dienstbesprechungen und Ausschusssitzungen, die Wartung von Fahrzeugen und Technik, das Waschen und Prüfen von Einsatzbekleidung und Schläuchen für die gesamte Stadtfeuerwehr, die Pflege des Gerätehauses, das Verfassen von Stellungnahmen zu Bauvorhaben sowie die Überprüfung und Aktualisierung von Feuerwehrplänen. Auch zahlreiche Eigenleistungen, die oftmals unbemerkt im Hintergrund erbracht werden, flossen in diese Bilanz mit ein.

Die Tageseinsatzbereitschaft war auch im Jahr 2025 durchgängig gewährleistet. In der Zeit zwischen 6 und 16 Uhr stehen viele freiwillige Feuerwehren vor Herausforderungen, da zahlreiche Kameradinnen und Kameraden außerhalb ihres Wohnortes arbeiten und somit nicht jederzeit verfügbar sind. In dieser werktäglichen Zeit standen im vergangenen Jahr durchschnittlich elf Einsatzkräfte zur Verfügung, mehr wären jedoch trotzdem wünschenswert.

Stadtwehrleiter Marcel Oehme hob in seinem Bericht die konstant hohe Schlagkraft der gesamten Stadtfeuerwehr hervor, die unter anderem im Juli bei einem Garagenbrand am Röderweg im Ortsteil Bretnig-Hauswalde unter Beweis gestellt wurde.

Stadtteiljugendfeuerwehrwart Jan Fröhlich berichtete vom Berufsfeuerwehrtag sowie vom Zeltlager, in dessen Rahmen die Kinder und Jugendlichen unter anderem die Berufsfeuerwehr Görlitz besuchten. Zudem nahm die Jugendfeuerwehr nach längerer Zeit wieder an einer Wettkampf-Gruppenstafette teil und erreichte dabei einen hervorragenden ersten sowie einen hart erkämpften fünften Platz. Finanziell ermöglicht wurden diese Aktivitäten unter anderem durch den Großröhrsdorfer Weihnachtsmarkt, bei dem die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Currywurst- und Feuerzangenbowlestand auch in diesem Jahr tatkräftig mitwirkten und ihre Jugendfeuerwehrkasse aufbesserten.

Der Vereinsvorsitzende des Fördervereins der Stadtteilfeuerwehr Großröhrsdorf e.V. Ronny Wunderlich bedankte sich in seinem Redebeitrag noch einmal bei allen Beteiligten, Spendern und Unterstützern, die bei den diesjährigen Vereinsaktivitäten mitgewirkt haben. Besonders betonte auch er noch einmal das Festwochenende auf dem Rathausparkplatz im Oktober.

Bürgermeister Stefan Schneider dankte in seiner Ansprache den Kameradinnen und Kameraden für ihre engagierte Arbeit im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick auf die finanzielle Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahren.

Im Anschluss folgten Ehrungen für langjährige Feuerwehrtätigkeit sowie Beförderungen.

Ausgezeichnet für langjährige Feuerwehrzugehörigkeit:

25 JahreMathias Zupp
30 JahreDirk Amberg, Daniel Heinrich
70 Jahre Dietmar Zimmer

Beförderungen:

zum FeuerwehrmannJonas Gessert, Felix Oehme, Dominic Sobczinski
zum HauptfeuerwehrmannFlorian Heintz, Ronny Wunderlich
zum Löschmeister Tobias Hörndler
zum Brandmeister    Jan Fröhlich