Am 08.02.25 fand in der Hofescheune in Bretnig die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bretnig-Hauswalde statt.
Das Jahr 2024 war wieder für die Feuerwehr Bretnig-Hauswalde ereignisreich. Darin waren sich Bürgermeister Stefan Schneider, die Wehrleiter der Stadt- und Stadtteilfeuerwehren sowie die Kameraden und Kameradinnen der Stadtteilfeuerwehr Bretnig-Hauswalde einig.
Zum 31.12.2024 bestand die Feuerwehr aus 75 Kameraden und Kameradinnen. Davon waren 39 Mitglieder in der aktiven Wehr, 3 passive Mitglieder, 12 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung sowie 21 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die aktive Wehr mit ihren 39 Mitgliedern sehr gut aufgestellt ist. Allerdings schreibt die Sächsische Feuerwehrdienstvorschrift vor, dass pro Sitzplatz in den Fahrzeugen zwei Kameraden vorzuhalten sind. Bei insgesamt 22 Sitzplätzen auf drei Fahrzeugen bedeutet das für die Feuerwehr in Bretnig-Hauswalde, 44 Kameraden müssten der aktiven Wehr der Feuerwehr angehören. Jeder interessierte Bürger ist herzlich eingeladen, den Kameraden und Kameradinnen bei ihren Diensten über die Schulter zu schauen, sich einen Eindruck über die vielfältigen Einsatzbereiche zu verschaffen und bestenfalls der aktiven Wehr beizutreten.
Die aktive Wehr führte im Jahr 2024 insgesamt 61 Dienste durch. Das entspricht ca. 2.253 Ausbildungsstunden. Diese Dienste untergliedern sich in 21 Ausbildungsdienste laut Feuerwehrdienstverordnung (FwDV 2), die für die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit durch die Kameraden zu absolvieren sind. Zusammen mit den Stadtteilfeuerwehren Großröhrsdorf und Kleinröhrsdorf absolvierten die Kameraden und Kameradinnen aus Bretnig und Hauswalde Gemeinschaftsdienste. Der Stadtteilfeuerwehrausschuss tagte regelmäßig, um über die Haushalts- sowie Dienstplanung zu beraten und organisatorische Angelegenheiten zu klären. Ebenfalls wurde eine Stadtfeuerwehrausschusssitzung durchgeführt. Auch die Atemschutzgeräteträger wurden geschult: auch im Jahr 2024 bildeten sie sich auf der Atemschutzübungsanlage in Bischofswerda fort, eine Belastungsübung führten die Atemschutzgeräteträger aller 3 Stadtteilwehren gemeinsam durch.
Damit die Handhabung der vorhandenen Technik auch im Ernstfall reibungslos und fehlerfrei funktioniert, trafen sich die Maschinisten zum Sonderdienst, festigten den Umgang mit der Technik und erlangten neue Erkenntnisse.
Operativ-taktische Studien waren ebenfalls für die Führungskräfte zu absolvieren. Es wurden der Campingplatz Lux-Oase in Kleinröhrsdorf, ONI Temperiertechnik in Großröhrsdorf und die Firma FB Aufzüge sowie die Kita Bummiland erkundet.
Die Alters- und Ehrenabteilung führte 11 Dienste durch.
Auch ein gemeinsamer Dienst von aktiver Wehr und Jugendfeuerwehr stand 2024 auf dem Plan. Unter dem Thema Feuerwehrdienstvorschrift 3 „Die Gruppe im Lösch – Hilfeleistungseinsatz“ erlernten sie gemeinsam, worauf es bei einem Einsatz ankommt.
Ein ganz besonderer Dank geht an Robert Haufe. Zum Ende des Jahres legte er nach 12 Jahren sein Amt als Jugendfeuerwehrwart nieder, um feuerwehrtechnisch neue Wege zu gehen.
Die Kameraden rückten zu allen 45 Einsätzen aus, was in der Hinsicht erfreulich ist, dass auch die Tagesbereitschaft zu jeder Zeit gegeben war. Insgesamt wurden so ca. 570 Einsatz-Mannstunden geleistet. Die Einsätze gliedern sich auf in 15 ausgelöste Brandmeldeanlagen, 18 technische Hilfeleistungen, 4 Kleinbrände, 5 Mittelbrände und 3 Absicherungen zu Veranstaltungen. Im Durchschnitt standen zu jeder Tageszeit 12 Kameradinnen und Kameraden zu Verfügung.
Trotz angespannter Haushaltslage konnte neue Technik für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr angeschafft werden; so unter anderem zur Stabilisierung der verunfallten Fahrzeuge ein Stab-Fast-System, für die Bekämpfung von Wohnungsbränden zwei Innenangriff-Strahlrohre sowie die dazugehörigen Schläuche mit einer Länge von 30 Meter, ein CO-Warner für die Sicherheit der Einsatzkräfte gegen gefährliche Gase, 35 Paar technische Hilfeleistungshandschuhe, die Atemschutzholster wurden mit 12 Minikupplungsschlüsseln komplettiert, 6 neue LED-Scheinwerfer ersetzen nun die in die Jahre gekommenen Hallogenstrahler und ein neues zweites Tablet wurde ebenfalls versorgt. Komplettiert wurde ebenfalls die Ausrüstung für die Vegetationsbrandbekämpfung mit einem C-DCD Verteiler. Für die Jugendfeuerwehr wurden ein Laptop für die Dienstorganisation, 10 Helme sowie 10 Paar Handschuhe beschafft.
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Firma Binder Kletten-Haftverschluß-Systeme GmbH, die Firma Polster Frenzel, Ringo Gornig sowie Herr Udo Hilbert aus Kleinröhrsdorf für die großzügigen Geld- und Sachspenden.
„Ich bedanke mich für die Einsatz- und Dienstbereitschaft aller Kameraden und Kameradinnen und bin froh, dass alle gesund und unfallfrei von den Einsätzen wiederkehrten“ sprach Stadtteilfeuerwehrleiter Ralph Gräfe seinen Dank den Anwesenden aus. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Großröhrsdorf würdigte er in seinen abschließenden Worten.
Zugehörigkeit:
- 5 Jahre: Cindy John
- 10 Jahre: Felix Müller
- 15 Jahre: Robert Haufe
- 20 Jahre: Kai Maßwig
- 25 Jahre: Ralph Gräfe
- 35 Jahre: Heike Marx und Göran Schreier
- 40 Jahre: Falk Dworzsak sowie Gerd und Rolf Körner
Beförderungen:
- Feuerwehrfrau: Lena Körner
- Feuerwehrmann: Steve Blümel, Niklas Haink
- Oberfeuerwehrmann: Leon Zschiedrich
- Hauptfeuerwehrmann: Norman Oswald, Paul Liebold
Ralph Gräfe
Wehrleiter der Stadtteilfeuerwehr Bretnig-Hauswalde